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	<title>Kommentare zu: Fortsetzung: Heidegger Realist?</title>
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	<description>Gedanken in Fetzen</description>
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		<title>Von: picodella</title>
		<link>http://picodella.wordpress.com/2007/11/24/fortsetzung-heidegger-realist/#comment-5</link>
		<dc:creator>picodella</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 17:06:22 +0000</pubDate>
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		<description>OK, sooo ein Guter ist er auch wieder nicht! Ich finde ihn eher als Symptom ein interessantes Studienobjekt (für jemanden, der vielleicht selber einmal jemandem etwas Philosophisches beibringen will): man sieht an ihm, wie die natürliche Einstellung angelsächsischer Prägung mit Heidegger umzugehen versteht (nicht dass man von sich selber die natürliche Einstellung nicht kennte...). Aber einen &quot;Gestus aufgreifen&quot; fände ich persönlich (wenn man diese Formulierung streng nimmt) auch zu wenig (zu wenig hinsichtlich des Wahr-Denkens, wahrscheinlich nicht zu wenig hinsichtlich der Lebenskunst): dem hermeneutischen Stolperstein müssen wir uns aussetzen, finde ich; gerade das kann das Bildungserlebnis sein, das einen die phänomenologsiche Reduktion ein wenig vollziehen lässt. Beim Nur-Lesen kann ja was Entscheidendes mit einem geschehen. Ist wenigstens zu hoffen. Aber stimmt es? Vielleicht kommt dieses Geschehen niemals im &quot;Lebensgefühl&quot; an, vielleicht kann es das gar nicht. Das wäre dann der tragische Stand der Philosophie: als Lebensunkunst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>OK, sooo ein Guter ist er auch wieder nicht! Ich finde ihn eher als Symptom ein interessantes Studienobjekt (für jemanden, der vielleicht selber einmal jemandem etwas Philosophisches beibringen will): man sieht an ihm, wie die natürliche Einstellung angelsächsischer Prägung mit Heidegger umzugehen versteht (nicht dass man von sich selber die natürliche Einstellung nicht kennte&#8230;). Aber einen &#8222;Gestus aufgreifen&#8220; fände ich persönlich (wenn man diese Formulierung streng nimmt) auch zu wenig (zu wenig hinsichtlich des Wahr-Denkens, wahrscheinlich nicht zu wenig hinsichtlich der Lebenskunst): dem hermeneutischen Stolperstein müssen wir uns aussetzen, finde ich; gerade das kann das Bildungserlebnis sein, das einen die phänomenologsiche Reduktion ein wenig vollziehen lässt. Beim Nur-Lesen kann ja was Entscheidendes mit einem geschehen. Ist wenigstens zu hoffen. Aber stimmt es? Vielleicht kommt dieses Geschehen niemals im &#8222;Lebensgefühl&#8220; an, vielleicht kann es das gar nicht. Das wäre dann der tragische Stand der Philosophie: als Lebensunkunst.</p>
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		<title>Von: mir-and-oll-a gaudi ghia</title>
		<link>http://picodella.wordpress.com/2007/11/24/fortsetzung-heidegger-realist/#comment-4</link>
		<dc:creator>mir-and-oll-a gaudi ghia</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 17:55:22 +0000</pubDate>
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		<description>Stimmt eigentlich. In dem Sinne darf man das &quot;Immer-wieder-von-vorne&quot; der Philosophie nicht negativ verstehen. Bei Merleau-Ponty heißt es zB. ja irgendwo, dass Philosophieren darin bestehe, inmitten herrschenden (Vor)Wissens wieder zurückzusteigen zu den ersten Wissensquellen in der Erfahrung. Dieser Vollzug ist die ph. Reduktion. Das Thema, alles in Vorhandenes zu verwandeln, ist da ja auch ein Grundproblem, geradezu der Menschheit. Aber gut wäre, wenn man nicht immer die gleichen Termini und die 100ste Lektüre eines Autors macht, sondern den Gestus (nicht jeden Buchstaben) eines großen Philosophen aufgreift und für die Diskurse und Doxai der Gegenwart fruchtbar macht und formuliert. Das wäre eigentlich die Aufgabe eines Exegeten - und dann schon bei der Lektüre stolpern. Jetzt bin ich wieder ganz unnötig aufgebracht, hui. Der Dreyfus ist schon bestimmt ein Guter, weil er immerhin auch denkt, ja, ja.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stimmt eigentlich. In dem Sinne darf man das &#8222;Immer-wieder-von-vorne&#8220; der Philosophie nicht negativ verstehen. Bei Merleau-Ponty heißt es zB. ja irgendwo, dass Philosophieren darin bestehe, inmitten herrschenden (Vor)Wissens wieder zurückzusteigen zu den ersten Wissensquellen in der Erfahrung. Dieser Vollzug ist die ph. Reduktion. Das Thema, alles in Vorhandenes zu verwandeln, ist da ja auch ein Grundproblem, geradezu der Menschheit. Aber gut wäre, wenn man nicht immer die gleichen Termini und die 100ste Lektüre eines Autors macht, sondern den Gestus (nicht jeden Buchstaben) eines großen Philosophen aufgreift und für die Diskurse und Doxai der Gegenwart fruchtbar macht und formuliert. Das wäre eigentlich die Aufgabe eines Exegeten &#8211; und dann schon bei der Lektüre stolpern. Jetzt bin ich wieder ganz unnötig aufgebracht, hui. Der Dreyfus ist schon bestimmt ein Guter, weil er immerhin auch denkt, ja, ja.</p>
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		<title>Von: picodella</title>
		<link>http://picodella.wordpress.com/2007/11/24/fortsetzung-heidegger-realist/#comment-3</link>
		<dc:creator>picodella</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 17:41:37 +0000</pubDate>
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		<description>Dabei gehört Dreyfus doch irgendwie zu den Guten, und zwar deshalb, weil er niemals Verstehen simuliert (die größte Gefahr in der Philosophie!), sondern ehrlich strebend um Verstehen sich bemüht. Man kann schnell einmal in einer Einführungsvorlesung über das Missverstehen der anderen spotten, aber in einen Gedanken hineinzukommen, ist doch etwas ganz anderes (und eine schöne Erfahrung, die dem Philosophietreiben Sinn gibt). Deshalb scheint mir das Thema der phänomenologischen Reduktion (bzw. alles, was zu ihr ein Äquivalent sein kann: so etwas findet sich bei JEDEM Philosophen, der diesen Namen verdient) so zentral: damit ist die Grenze bezeichnet, wo man aus der natürlichen Einstellung in die Philosophie springt. Von ihrer Gestalt hängt alles Gelingen in der Philosophie ab. Stichwort: Initiationserfahrung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dabei gehört Dreyfus doch irgendwie zu den Guten, und zwar deshalb, weil er niemals Verstehen simuliert (die größte Gefahr in der Philosophie!), sondern ehrlich strebend um Verstehen sich bemüht. Man kann schnell einmal in einer Einführungsvorlesung über das Missverstehen der anderen spotten, aber in einen Gedanken hineinzukommen, ist doch etwas ganz anderes (und eine schöne Erfahrung, die dem Philosophietreiben Sinn gibt). Deshalb scheint mir das Thema der phänomenologischen Reduktion (bzw. alles, was zu ihr ein Äquivalent sein kann: so etwas findet sich bei JEDEM Philosophen, der diesen Namen verdient) so zentral: damit ist die Grenze bezeichnet, wo man aus der natürlichen Einstellung in die Philosophie springt. Von ihrer Gestalt hängt alles Gelingen in der Philosophie ab. Stichwort: Initiationserfahrung.</p>
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		<title>Von: mir-and-oll-a gaudi ghia</title>
		<link>http://picodella.wordpress.com/2007/11/24/fortsetzung-heidegger-realist/#comment-2</link>
		<dc:creator>mir-and-oll-a gaudi ghia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Dec 2007 12:04:35 +0000</pubDate>
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		<description>Ist es eigentlich nicht merkwürdig? Dreyfus scheint einen Fehler gegenüber Heidegger zu begehen, der einem für normal in der Heidegger-Einführungsvorlesung als erstes ausgetrieben wird ... Und solche flotten Missverständnisse zwingen dann die Philosophie, immer wieder die gleichen alten Gedanken immer wieder von vorne zu denken ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es eigentlich nicht merkwürdig? Dreyfus scheint einen Fehler gegenüber Heidegger zu begehen, der einem für normal in der Heidegger-Einführungsvorlesung als erstes ausgetrieben wird &#8230; Und solche flotten Missverständnisse zwingen dann die Philosophie, immer wieder die gleichen alten Gedanken immer wieder von vorne zu denken &#8230;</p>
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