Ein allgemeines Problem der analytischen Philosophie des Geistes ist, dass sie selbst in ihren aufgeschlossensten Vertretern (man nehme John Searle als Beispiel) von Voraussetzungen ausgeht, die zwar einem vulgären common sense entsprechen mögen, aber keineswegs selbstverständlich sind. Durch diese geteilten Voraussetzungen gibt es zwar dann ein gemeinsames Problem- und Forschungsfeld, durch das sich wunderbar eine scientific community konstituieren kann, aber diese im Detail oft scharfsinnige (niemals tiefsinnige) Forschung schwebt philosophisch im Leeren. John Searle zum Beispiel ist in Bezug auf das Bewusstsein explizit ein ontologischer Anti-Reduktionist, und trotzdem stellt sich für ihn die Frage nach dem Zusammenhang von Körper und Bewusstsein auf eine schiefe, eigentlich komische Weise: Das Bewusstsein muss irgendwie eine Eigenschaft der Materiestücke im Gehirn sein, eine Systemeigenschaft des Gehirns. Die natürliche Voraussetzung ist dabei eine vulgär-realistische Auffassung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse: Basal gibt es nur Materiestücke, weil Sein ist nichts anderes als Vorhandensein. Um diesen Vorurteilen entgegenzuwirken bräuchte es eine Art von philosophisch unabhängiger Wissenschaftstheorie, die die Wirklichkeit nicht von der Wissenschaft, sondern die Wissenschaft von der Wirklichkeit her versteht.

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